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„...Das Leben jedes Menschen ist ein Weg zu sich selber hin, der Versuch eines Weges, die Andeutung eines Pfades. Kein Mensch ist jemals ganz und gar er selbst gewesen; jeder strebt dennoch, es zu werden, einer dumpf, einer lichter, jeder wie er kann. Jeder trägt Reste von seiner Geburt, Schleim und Eischalen einer Urwelt, bis zum Ende mit sich hin. Mancher wird niemals Mensch, bleibt Frosch, bleibt Eidechse, bleibt Ameise. Mancher ist oben Mensch und unten Fisch.
Hermann Hesse aus „Demian“
Aber jeder ist ein Wurf der Natur nach dem Menschen hin. Uns allen sind die Unterkünfte gemeinsam, die Mütter, wir alle kommen aus demselben Schlunde; aber jeder strebt, ein Versuch und Wurf aus den Tiefen, seinem eigenem Ziele zu. Wir können einander verstehen; aber deuten kann jeder nur sich selbst...“
Der Körper als Spiegelbild der Seele
Wenn man den Menschen mit all seinen Problemfeldern betrachtet, lassen sich diese in mehrere Gruppierungen einteilen:
- Körperliche(somatische) Beschwerden, in mindestens mehr als die Hälfte davon ohne organische Ursachen
- Schlechte und unangenehme Gefühlsstimmungen, die zunächst nicht erklärbar erscheinen und ohne erkennbare Ursache immer wieder auftauchen
- Schädliche Verhaltensweisen, die trotz intellektueller Einsicht regelmäßig ein glückliches Leben behindern.
Bei eingehender Nachforschung lässt sich als Gemeinsamkeit all dieser Problematiken feststellen, dass wir selbst es sind, die die Wurzeln des Übels nach einem bestimmten Entstehungs- und Reaktionsmuster wachsen und gedeihen lassen. Als Menschen müssen wir uns bereits ab der frühesten Kindheit mehr oder weniger mit emotional belastenden Situationen z. B. Enttäuschung,Frustration, Angst oder Wut auseinandersetzen. Parallel reagiert unser Körper mit Zittern, flaues Gefühl im Magen, Schweißausbruch und Schwächegefühl usw., um den „Gefühlsdruck“ entsprechend auszugleichen. Natürlicherweise sucht und findet der Mensch in diesem Moment Schutz, Wärme und Geborgenheit, was ihn vor allem als Kleinkind wieder emotional stabilisiert und in ähnlichen Situationen Sicherheit gibt. Diese Erfahrungen prägen unser weiteres (Er)leben, wobei die kleinste Baueinheit unseres Organismus, die Zelle, den Gefühlsablauf in ihre Strukur mit aufnimmt, in den weiteren Zellteilungen weitergibt und somit in unserem Bewußtsein speichert. Erfahren wir in den unvermeidlich immer wiederkehrenden Konfrontationen und Streßsituationen mit zunächst negativen Erlebnissen bereits sehr früh keine positive Reizbeantwortung, sondern eher Reaktionen wie Ablehnung, Zurechtweisung aller Art oder Isolierung, pflanzt sich auch dieser Erfahrungswert un/unterbewußt in unserem Leben fort. Bei Nichtbearbeitung bzw. Nichtbewältigung kann es somit zu zahlreichen psychischen Störungen z. B. zwanghaftes Verhalten, Tics, Hyperaktivität, Depression, Angstzustände,Neurosen oder zu psychosomatischen Symptomen wie z.B. Migräne, Asthma, Tinnitus,Essstörungen und Magen-Darm-Beschwerden und kommen. Eingehende und zielgerichtete psychoenergetische Therapieformen folgen den Spuren bis hin zum Ursprung des Geschehens.
